Starker Auftakt
Ich habe Berühre mich. Nicht. zum ersten Mal gelesen - und ich war völlig unvorbereitet darauf, wie sehr mich diese Geschichte treffen würde. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in Sages Gedanken und Ängste hineinzurutschen, als würde ich direkt neben ihr stehen. Laura Kneidl schreibt mit einer leisen Intensität, die sich langsam, aber unaufhaltsam unter die Haut schiebt.Sage hat mich sofort berührt. Ihre Unsicherheit, ihr Mut, ihre Art, trotz allem weiterzumachen - das alles wirkt so echt, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr mitzufühlen. Und dann kommt Luca. Warmherzig, aufmerksam, geduldig auf eine Weise, die man in Liebesgeschichten viel zu selten findet. Er ist kein überzeichneter Held, sondern jemand, der einfach da ist, ohne zu drängen. Genau das macht ihn so unwiderstehlich.Auch die Nebenfiguren bringen unglaublich viel Herz in die Geschichte. Besonders April und Megan haben mich überrascht - sie sind nicht nur "Freundinnen", sondern echte Stützen, die Sage Halt geben, ohne sie zu überfordern.Der Schreibstil hat mich komplett abgeholt. Emotional, klar, atmosphärisch - und gleichzeitig so leicht, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell die Seiten verflogen sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel die ernsten Themen behandelt werden. Nichts wird dramatisiert, nichts verharmlost. Es fühlt sich einfach wahr an.Und dann dieses Ende. Ich war fassungslos, aufgewühlt und gleichzeitig so dankbar, dass der zweite Band schon bereitlag.Für mich ist Berühre mich. Nicht. eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Eine Geschichte über Angst, Vertrauen, Heilung - und eine Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.