Mal ein anderes Fantasy Buch
Auf dieses Buch bin ich tatsächlich über einen Trailer zu einer Videospieladaption aufmerksam geworden. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann gezogen hat.Die Legende des Tränenvogels war für mich ein wundervoller Auftakt einer vierbändigen Reihe, der mich Seite für Seite zum Staunen gebracht hat. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so schnell gefesselt hat. Ich habe es innerhalb weniger Tage verschlungen und hatte jedes Mal Schwierigkeiten, es aus der Hand zu legen.Ein großer Grund dafür war die Mythologie. Die koreanisch inspirierte Sagenwelt fühlte sich für mich vollkommen neu an und unterschied sich deutlich von den üblichen Fantasywelten, die häufig von europäischer Mythologie geprägt sind. Gerade dieses Gefühl, etwas wirklich Unbekanntes zu entdecken, hat einen großen Teil der Faszination ausgemacht.Auch die Geschichte selbst ist außergewöhnlich. Sie wirkt frisch, kreativ und hebt sich angenehm von vielen anderen Fantasyromanen ab. Die Hauptfiguren sind interessant geschrieben und ihre Entwicklung hat mich durchweg überzeugt. Man merkt, dass viel Sorgfalt in den Aufbau der Welt und ihrer Bewohner geflossen ist.Mein einziger größerer Kritikpunkt betrifft die Nebencharaktere. Im Vergleich zu den Hauptfiguren bleiben sie etwas blass und erhalten nicht immer die Tiefe, die ich mir gewünscht hätte. Dadurch wirken einige Nebenhandlungen weniger eindrucksvoll, als sie eigentlich sein könnten.Abgesehen davon hat mich das Buch jedoch vollständig überzeugt. Für mich war es eine der erfrischendsten Fantasy-Lektüren der letzten Zeit und ein Auftakt, der große Vorfreude auf die weiteren Bände geweckt hat.