Grandios, emotionales Kopfkino!
Emile, ein junger Mann erhält die Diagnose, eine tödliche Alzheimerkrankheit zu haben und nur noch zwei Jahre zu leben. Kurz entschlossen tritt er eine Reise mit einem Wohnmobil an und bekommt überraschend mit Joanne eine weibliche Begleitung, die er zuvor über Kleinanzeigen gesucht hatte, mit Hinweis auf seine "letzte Reise".Im gleichen Maß wie Emile durch Vergesslichkeit abbaut, erwachen die Lebensgeister der anfangs noch apathischen Joanne.Mit Hilfe von Rückblicken wird langsam, aber sicher das Motiv von Joanne klar, warum sie sich auf die Kleinanzeige beworben hatte: ihr Trauma durch den Tod ihres kleinen Sohnes will sie überwinden, indem sie Emile bei seiner letzten Reise begleitet.Der Autorin gelingt es meisterhaft, den Masterplot um die tödliche Krankheit von Emile und Nebenhandlungen zu Verwandten, Freunden und Wegbegleitern ineinanderfließen zu lassen und dabei ein grandioses und zugleich emotionales Kopfkino zu erzeugen. Im letzten Kapitel standen mir die Tränen in den Augen.