Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Vor allem dieses Zukunftsszenario fand ich krass, weil es sich irgendwie gar nicht so unrealistisch anfühlt. Diese extreme Hitze, verlassene Orte und dass man sein Leben komplett anpassen muss das hatte schon was richtig Unangenehmes beim Lesen. Ich mochte, dass die Geschichte eher ruhig erzählt ist und nicht übertrieben dramatisch wirkt. Gerade dadurch fühlt es sich irgendwie echter an. Fausto war für mich ein interessanter Charakter, weil er einfach versucht, in dieser kaputten Welt irgendwie klarzukommen. Mit Valérie bin ich nicht ganz warm geworden. Sie ist zwar spannend, aber mir hat da einfach ein bisschen mehr Tiefe gefehlt. Was bei mir am meisten hängen geblieben ist, war einfach dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit gemischt mit irgendwie gehts trotzdem weiter. Das Buch ist definitiv nichts Leichtes für zwischendurch, sondern eher eins, das einen noch länger beschäftigt.
Insgesamt fand ich es aber lesenswert, vor allem wegen der Stimmung und der Idee dahinter. Kein Wohlfühlbuch, aber eins, das einen nicht so schnell loslässt.