In Wir gegen die Wildnis wartet auf die Schwestern Amy und Vivian und ihren Cousin Owen ein besonderes Abenteuer: Sie dürfen auf einer Wanderung zwei Nächte und einen Tag ganz allein an einem See in den Bergen verbringen, während die Erwachsenen in einem Nachbartal lagern. Als nachts plötzlich ein Erdbeben den Rückweg zu den Eltern abschneidet, wird aus dem fröhlichen Zeltausflug ein echtes Survival-Abenteuer, auf dem die drei über sich hinauswachsen müssen.
Der Klappentext klang sehr vielversprechend und mein Sohn (12) und ich haben uns sehr auf das Buch gefreut, um es gemeinsam zu lesen. Die Geschichte an sich wäre durchaus spannend, allerdings wurden wir mit dem Erzählstil überhaupt nicht warm. Der allwissende Erzähler, der von oben herab auf die Handlung blickt, erzeugt eine emotionale Distanz zu den Figuren und die individuellen Probleme, die die drei Kids mit sich tragen, wirken sehr konstruiert. Der pädagogische Zweck, die eigenen Ängste zu überwinden, wird hier allzu deutlich und erinnert an den sprichwörtlichen Wink mit dem Zaunpfahl. Sehr künstlich und nervig beim Lesen sind die Wandernamen die sich die drei Kids im Laufe der Tour selbst geben und die arg breitgetreten werden. Wir haben lebendige, glaubwürdige Dialoge, spannende Wendungen und Dynamik vermisst, auch eine Prise Humor hätte nicht geschadet.
Leider hat uns dieser Abenteuerroman nicht überzeugen können.