Paola ist das klassische unschuldige (oder vielleicht doch nicht!?) Mädchen, das aus ärmlichen Verhältnissen kommt und sich jetzt in der High Society zurechtfinden muss. Zu Beginn wirkt sie etwas verunsichert, doch eigentlich ist sie taff, schlagfertig und unfassbar mutig. Sie kämpft für ihre Ziele und würde alles dafür tun, um ihrem kleinen Bruder ein gutes Leben zu ermöglichen. Ich mochte sie gerne, auch wenn sie manchmal etwas naiv war.
Die Blackwell Brüder ... Holy Guacamoly. Sie sind grundverschieden. Wie Tag und Nacht, wie Feuer und Eis, wir blond und schwarzhaarig. Sie sind die pure Versuchung. Bad Boys wie sie im Buche stehen. Und doch merkt man beim Lesen direkt, dass sie tief im Inneren gebrochen sind und nur Liebe und Aufmerksamkeit wollen.
Charles strahlt in seinen maßgefertigten und perfekt sitzenden Anzügen eine unfassbar mächtige und geheimnisvolle Aura aus. Er will die Kontrolle behalten, immer, denn er weiß, was passiert, wenn er sie nicht hat.
Edward, der Rebell der beiden wirkt völlig gegensätzlich. Er ist gefährlich und abenteuersüchtig, aber auch tieftraurig. Er will seinen Vater mit allem, was er tut, auf die Palme bringen und hat es satt in einem goldenen Käfig festzusitzen.
Aylas Schreibstil hat mich wieder aufs Neue begeistert. Die Beschreibungen der Personen, der wunderschönen Landschaft und des Geschehens am sagenumwobenen Blackwell Palace haben mich nur so in die Geschichte hineingezogen. Es war spannend, extrem heiß, fröhlich, traurig, nervenaufreibend und süß. Die Personen wirken so vertraut, so lebendig. Die Details so echt, dass ich das Gefühl hatte die Schneeflocken von St. Moritz auf meiner Haut zu spüren. Und dann dieses Ende ...
Kurz gesagt, kann ich es kaum erwarten Teil zwei zu lesen.