Wie man anhand meines Profils sehen kann, habe ich in letzter Zeit viele Bücher der Autorin gelesen und diese durchweg positiv bewertet.
Man kann mich mittlerweile auch als Fan bezeichnen.
Freida McFadden ist zu einer Autorin geworden, deren Bücher ich blind kaufen kann.
Umso enttäuschter war ich von diesem Thriller, den ich für mich leider als Flop abstempeln muss.
Beim Lesen hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen und das leider nicht im positiven Sinne.
Jedes Mal dachte ich mir: Oh, das hast du schon mal gelesen.
Und genau das war der Fall: Ich hatte die Handlung in sehr ähnlicher Form bereits in Verity von Colleen Hoover.
Lediglich wenige Details unterscheiden diesen Thriller von Verity.
Entsprechend wenige Überraschungen gab es für mich im Handlungsverlauf, und wirkliche Spannung kam bei mir auch nicht auf.
Aus diesem Grund habe ich nachgeschaut, ob meine Enttäuschung gerechtfertigt ist.
Verity erschien im Englischen 2018, während Die Ehefrau 2020 auf Englisch veröffentlicht wurde.
Die zwei Sterne vergebe ich für den leicht zu lesenden, flüssigen Schreibstil, der mich trotz allem das Buch schnell beenden ließ.
Außerdem ist die Stimmung düsterer als bei Verity, was in meinen Augen viel besser zur Handlung passt.
Über das Ende kann man dieses Mal auch nicht streiten, weil Freida McFadden es anders als Colleen Hoover bei Verity geschlossen gestaltet hat.
Hätte ich Verity nicht bereits gelesen, wäre ich sicher ein großer Fan des Buches, denn die Handlung ist an sich gut durchdacht und verstrickt.
Ohne meine Vorkenntnisse wäre ich höchstwahrscheinlich nie auf das Ende gekommen.
Hätte, wenn und aber nun ist es so.
Nicht jedes Buch eines Autors oder einer Autorin kann ein Volltreffer sein.
Dennoch frage ich mich ernsthaft, wie der Verlag es für gut befinden konnte, dieses Buch, das für mich offensichtlich ein Abklatsch eines anderen Bestsellers ist, zu veröffentlichen.