In der Provence wird eine neue Einheit ins Leben gerufen, die sich um Cold Cases kümmert. Capitaine Le Blanc wird Chef dieser Einheit und ein Team wird ihm zur Seite gestellt. Ihr erster Fall hat es in sich, denn vor sechs Jahren sind drei Menschen erschossen worden und ein kleines Mädchen hat schwerverletzt überlebt. Die Polizei hat damals zwar ermittelt, hat aber keine Spuren gefunden, die zu einem Täter führen. Das Team muss jetzt diesen alten sehr erkalteten Fall neu aufrollen. Sie müssen ihn angehen, wie einen aktuellen Fall und hoffen, dass sie neue Erkenntnisse bekommen. Aber für das Team fängt dieser Weg neu an und so stürzen sie sich in die neuen Befragungen der Zeugen und der Aufdeckung von neuen Spuren, was eine große Herausforderung darstellt.
Der Krimi Bedrohliche Alpilles von Cay Rademacher spielt in der Provence und hat mit dem Capitaine Roger Le Blanc einen alten bekannten als Hauptfigur. Es ist mittlerweile der 13. Band dieser Reihe aus der wunderschönen Provence. Mit dem Cover wird der Leser schon eingeführt in die Schönheit dieses Landstrichs mit seinen Lavendelfeldern, der Sonne und den Bergen im Hintergrund. Es ist schon sehr einladend, wie es auch zwei deutsche Familien denken, die sich in der Provence niedergelassen haben. Eine davon wurde ermordet und die andere spielt eine sehr zwielichtige Rolle. Für die Hauptfigur Roger Le Blanc ist diesmal alles etwas anders, denn er ist Chef eine Cold Case Abteilung und dieser Fall ist sehr schwierig. Mit seinem neuen Team macht sich der Capitaine auf den Weg und er nimmt auch noch seinen alten Kollegen aus Gadet mit. Dieser Cold Case ist wie ein Puzzle, das es zu legen gilt. Der Fall ist sechs Jahre alt und die Ermittlungen wurden eingestellt. Jetzt gilt es alle Spuren und Aussagen noch einmal in die Hand zu nehmen und von rechts nach links zu drehen, um vielleicht doch eine neue Spur zu finden oder die alten Spuren anders bewerten zu können. Diese Ermittlungen sind zwar lang, doch überhaupt nicht langweilig, denn man kann mit dem Ermittlungsteam mitfiebern und den Stillstand bedauern und die Fortschritte zu feiern. Alles läuft langsam und gründlich ab, doch Langeweile kommt nie auf, ganz im Gegenteil ich war immer gespannt, wie es denn jetzt weitergeht. Die Sprache, die der Autor benutz ist sehr bildhaft, was auch für die Provence und die Story sehr angemessen ist und der Spannungsaufbau ist kleinschrittig, aber man freut sich auf jedes Puzzlesteinchen das passt bis zum überraschenden Finale.
Ich finde diesen Krimi sehr gelungen und sehr empfehlenswert. Hier wird die Lösung eines Cold Cases zelebriert und ebenso wie das Team, kann der Leser am Ende feiern und das in einer sehr schön dargestellten Landschaft und einem sehr spannenden Fall.