Eigentlich liebe ich blutige Thriller, und genau das versprach ich mir von "Killer Trail - Dreh dich nicht um" von Eliza Jabore, erschienen im Aufbau Verlag.
Die Eingangsszene, auf der dieser Thriller fußte, versprach Hochspannung. Drei Freundinnen wandern den Bones Hollow Trail, auf dem bis vor einigen Jahren ein Serienkiller sein Unwesen trieb, der niemals gefasst wurde.
Tja, nur leider waren die drei Frauen, die ich auf der Wanderung begleitete, ziemlich anstrengende und unsympathische Wesen. Es war schon sehr unrealistisch, dass ausgerechnet drei Frauen sich auf so einen Trail begeben, und dann auch noch am Anfang permanent die True-Crime-Podcast-Folgen über diesen Serienmörder hören. Leider wurde die Story danach immer skurriler und abgehobener, und keine der Protagonistinnen sammelte im Verlauf der Handlung bei mir Sympathiepunkte. Untereinander verhielten sie sich auch nicht so, wie man es von besten Freundinnen erwartet. Nun gut, das war ja die Absicht der Autorin.
Der Spannungsbogen wäre nicht mal schlecht angelegt gewesen, allerdings nahm die Autorin durch breit erzählte Szenen und Naturbeschreibungen permanent den Zug aus dem Storytelling, weshalb für mich leider nicht genug Spannung aufkam. Ab und an haderte ich, ob ich das Buch deshalb nicht sogar abbrechen wollte. Aber ich hielt durch; allerdings wurde ich für mein Durchhaltevermögen nicht unbedingt belohnt. Die Storyline war mir bis zum Schluss zu unrealistisch, zu langsam und zu breit erzählt. Ich muss die Charaktere nicht lieben, um ihnen zu folgen, aber diese Truppe hatte leider so gar nichts, was mich fesselte.
Mich konnte "Killer Trail - Dreh dich nicht um" von Eliza Jabore leider nicht überzeugen. Die einzelnen Zutaten wären nicht schlecht gewesen, wurden hier jedoch nicht gut verarbeitet. Dies ist wie immer meine ganz persönliche Meinung, und ich freue mich für jeden, der durch dieses Buch spannende Lesestunden erlebt hat. Bei mir reicht es jedoch lediglich für 2 von 5 Sternen.
Lest ihr gerne einen Survival-Thriller?