Maggie kehrt nach dem Tod ihres Großvaters in sein Haus in Irland zurück. Bei der Durchsicht alter Unterlagen in seinem Arbeitszimmer findet sie einen Brief ihrer Großmutter, die vor langer Zeit über Nacht spurlos verschwand. Der Brief ist aus Norwegen, datiert aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Darin bittet die Großmutter ihn, ein Baby bei sich aufzunehmen. Maggie wird neugierig und wird auf ein Gemälde aufmerksam, das eine norwegische Inselgruppe namens Einevaer zeigt. Maggie reist dort hin und kommt einer Geschichte von jungen Frauen auf die Spur, die mutig der deutschen Besatzung getrotzt haben und dafür bitter bezahlen mußten. Ihr Schicksal beeinflusst auch Maggies Familie mehr als sie sich vorstellen kann.
Mit dem Roman "Das Geheimnis der Inselfrauen" hat die Autorin Amanda Geard eine beeindruckende Familiengeschichte geschrieben. Die Spuren reichen von Norwegen bis Irland und vom Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Die dramatischen Ereignisse werden von ihr spannend geschildert. Manchmal ist die Handlung etwas verwirrend, besonders zum Ende hin. Diesmal kann ich nicht behaupten, daß mir alle Charaktere sympathisch waren. Das kann bei diesem Hintergrund auch nicht sein. Viel eher denkt man bei einigen Leuten an Vergeltung für ihre Taten. Die Autorin hat die Geschichte nicht weichgespült. Sie schildert den Mut der Frauen und die Konsequenzen daraus sehr ehrlich. Deshalb ist der Roman nicht einfach abzuhaken. Er ist schon etwas nachhaltiger.