>> Dieser Dozent bezeichnet blockierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Feiglinge, die das Schreiben nicht als das sehen, was es in Wahrheit ist: ein Handwerk. Ein Job. << - S. 9
Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich habe mir schon ganz grob ausgemalt, wie sich die Handlung entwickeln wird. Der Anfang das Buches macht Lust auf mehr und hat mir richtig gut gefallen, wodurch ich es kaum erwarten konnte noch tiefer in diese Welt abzutauchen. Als Leser möchte man unbedingt wissen, was als nächstes in dem abgelegenen Herrenhaus passiert und wie die verschiedenen Charaktere ticken. Der Schreibstil lässt einen schnell in die düstere Atmosphäre des Herrenhauses abtauchen und das Setting hat mir hierbei sehr gefallen.
Leider hat sich die Handlung immer mehr in eine komplett andere Richtung entwickelt, die mir dann eher nicht so gut gefallen hat. Das Thema rund um den Schreib-Workshop ist dabei immer mehr in den Hintergrund gerückt, was ich sehr schade fand. Denn schließlich ist genau dies der Grund, weswegen die Charaktere sich an diesem Ort befinden. Die Gruppe der Workshopteilnehmer werden immer mehr zu Ermittlern in einem Mordfall, was mal mehr und mal weniger spannend umgesetzt war. Für mich hat das leider die Spannung rausgenommen und die Thematik hat mich nicht so recht fesseln können. Es gibt viele Diskussionen und oft hatte ich das Gefühl, dass die Gruppe in dem Mordfall nicht so richtig voran kommt. Auch konnte ich leider zu keinem der Charaktere eine persönliche Bindung aufbauen und es fiel mir schwer mich in diese und ihre jeweiligen Situationen hineinversetzen zu können.
Die Auflösung am Ende war schlüssig, hat mich persönlich aber nicht wirklich umgehauen. Mir hat einfach an vielen Stellen die Spannung gefehlt.
Fazit:
Ein Schreib-Workshop, ein abgelegnes Herrenhaus und ein rätselhafter Mordfall. Alles davon sind Gründe, die eine spannende Geschichte versprechen. Leider hat es mir oft an Spannung gefehlt und ich konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen.
3/5