Dead Girls Don't DanceAls die Person auf ähnliche Weise wie ihre Schwester stirbt, die sie immer für ihren Tod verantwortlich gemacht hat, ist Addie dazu gezwungen umzudenken. Dem einzigen, den sie scheinbar vertrauen kann, ist Seth - Cousin des neuen Opfers und ihr Alibi, für beide Tode. Zusammen möchten sie herausfinden wer für die Tode ihrer Familienmitglieder verantwortlich ist und ihre eigene Unschuld zu beweisen.Das Buch ist gut und leicht geschrieben, man kommt gut durch und die Charaktere wirken teilweise Klischeebehaftet, haben aber auch so ihre Momente. Addie hat zwar ein paar spezielle Angewohnheiten, sticht aber ansonsten für mich nicht weiter hinaus. Sie ist für mich nicht unsympathisch, aber so richtig mitfühlen kann ich mit ihr auch nicht. Manche ihrer Entscheidungen fand ich wirklich realistisch und dachte mir noch "Danke, dass nicht XY passiert", aber dann gibt es auch widerrum solche Momente, die man von anderen Büchern/Filmen/etc. kennt.Die Geschichte an sich verläuft für meinen Geschmack recht langsam. Es fühlte sich zwar nicht direkt so an, als würden sich Szenen zu sehr hinausziehen, aber man kommt dennoch eher langsam in der Geschichte voran. Es gibt immer wieder Momente, die die Geschichte ausbremsen, um den Charakteren und ihren Beziehungen untereinander Zeit zu geben, einerseits finde ich so etwas immer gut, andererseits gab es mir davon stellenweise zu viele Augenblicke.Die aufgebauten Dramen sind für mich fast 0815-Jugenddramen, die man aus anderen Medien schon kennt - das macht sie nicht schlecht, sind dafür aber auch nicht weiter spannend.Die Auflösung am Ende kam für mich nicht überraschend, auch wenn ich andere Motive im Kopf hatte. Umhauen konnte mich die Auflösung allerdings nicht - vermutlich auch wegen des Motivs. Das wirkliche Ende - also nach der Auflösung - hätte es für mich nicht so langgezogen gebraucht. Ich bin allgemein selten ein Freund von Romanzen, in diesem Buch fand ich sie gut eingebracht (auch wenn ich es nicht gebraucht hätte, dass gefühlt aus dem Nichts miteinandergeschlafen wird, um Gefühlsdrama reinzubringen ...), aber dieses Rumgeschnulze war mir dann doch etwas zu viel.An und für sich, erzählt das Buch in meinen Augen nicht viel Neues - liegt aber vielleicht daran, dass ich erst vor kurzem einen Thriller gelesen habe, wo die Protagonistin auch den Tod ihrer Schwester erforscht.Zwischendurch gab es ein paar Stellen, bei denen ich die Stirn runzeln musste:Fiona bekommt ein Teilstipendium. Das restliche Geld kann ihr Vater nicht übernehmen und sie sucht nach anderen Möglichkeiten. Irgendwann später kommt sie auf Addie zu und sagt, sie hat das Geld zusammen was sie braucht. WIE kommt man da auf die Idee, dass Fiona ein komplettes Stipendium bekommen hat. Das hätte sie doch wohl anders formuliert als mit 'Ich habe das Geld zusammen.'Addies Handy wird von der Polizei beschlagnahmt und ein Kapitel später informiert sie ihren Vater/Bruder mit dem Hand darüber, dass sie länger joggen ist. Sicherlich hat sie das mit ihrem Zweit-Handy gemacht, aber dass hätte man vielleicht erwähnen können?An einer Stelle liest man, dass Fiona das Ballett für Addie ruiniert bzw. es ihr weggenommen hat - einige Kapitel später erfährt man, dass Addie einfach nicht so gut wie Fiona war. Das passt nicht zusammen, für mich.