Durchgängig feel-good, perfekt und harmonisch - daher irgendwann dann langweilend...
DerSchreibstilgefällt mirtotal gut.Die Kapitelwechseln zwischen der Sicht von Aurora und Russ, es ist also in derIch-Perspektivegeschrieben und einfach sehr gut lesbar. Ich habe das Buch echt schnell gelesen.Gerade im Vergleich zu Icebreaker, gibt es hier einfachkeine Störungen und wenig turbulente Handlung. Vielleicht fehlt hier einfach eine dritte Figur als Arschloch. Dadurch ist es einabsolutes feel-good-Buch: Es spielt ja in einemSommer-Ferien-Camp für Kinder und genau diese Stimmung herrscht auch durchgehend. Die Charaktere sindalle nett und harmonisch. Es entstehen schnell wirklich tiefe Freundschaften, alleverstehen sich gut, wachsen als Gruppe zusammen, lachen miteinander,...Die beidenProtagonist:innen kommunizieren gut und offen miteinander, damit ist schnell klar, dass sie sich beide mögen und dieSchwierigkeiten dauern nie mehr als 5 Minutenan.Auch sonst ist handlungsmäßig alles toll. Das Sommer-Camp ist voller schöner Erlebnisse, selbst über eine mit Schei*e verstopfte Toilette wird in guter Stimmung gelacht,...Ja,beide Protagonist:innen bringen emotionalen Ballast mitoder dadurch werden ernste Themen angeschnitten - auch wenn ein Weg der Entwicklung gezeigt werden soll und in Ansätzen auch gezeigt wird, sind beide recht am Anfang des Buches aber schonsehr weit in ihrer persönlichen Entwicklung und dem Umgang mit diesen familiären Konflikten. Also selbst hierwird alles so perfekt gelöst, wie es sein kann.Fazit: Die ersten zwei Drittel haben mir wirklich gut gefallen, es ist einfach einFeel-Good-Sommer-Buch, dasausnahmslos positivist undperfekte Figurenhat. Irgendwann (letztes Drittel)hat es mich dann aber schon gelangweilt. Eigentlich geht es auf den fast 500 Seiten nur darum, wie glücklich beide sind und wie gut sie sich gegenseitig tun.Wildfire bekommt von mir wegen fehlender Story und Konflikte 3/ 5Sterne.