Gewittermann von Tina N. Martin taucht ein in ein dunkles Kapitel der menschlichen Boshaftigkeit. Mord, Drogen, organisierter Menschenhandel verbinden sich zu einer spannenden und bildhaften Geschichte in Schwedens Rotlichtmilieu. Wird Kommissarin Idun Lind den Menschen finden, der Blitz und Donner sein will?
* Atmosphäre: erschreckend, eiskalt und mitreißend
* Kernthema: Menschenhandel, Zwangsprostitution, Drogenkriminalität und Ermittlungsarbeit
* Spannung: zwei Handlungsstränge, die mitfühlen und mitleiden lassen
* Für Fans von: schwedischer Kriminalliteratur, spannenden und verwobenen Geschichten
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UM WAS ES GEHT:
In Schweden wird auf der gefrorenen Ostsee ein Mann tot aufgefunden. Er wurde gefoltert, verstümmelt und ermordet. Kommissarin Idun Lind nimmt ihren zweiten Fall auf und gerät mit ihrem Partner Tareq in ein gefährliches Milieu der organisierten Kriminalität und findet sich in einer Welt um Drogen, Menschenhandel und Zwangsprostitution wieder.
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MEIN EINDRUCK
Tina N. Martin habe ich eher zufällig im ersten Band Apfelmädchen um die Kommissarin Idun Lind kennengelernt. Nun war es Zeit, den zweiten Band zu genießen. Und tatsächlich knüpft die Autorin direkt an. Sie hat mich mit dieser spannend konstruierten Geschichte erneut beeindruckt.
Das Zusammenspiel von Macht und Geld auf der einen Seite und der dunklen Seite der organisierten Kriminalität, vor allem im Rotlichtmilieu, wird sehr glaubhaft, vor allem aber sehr fesselnd geschildert. Das persönliche Leid der als Handelsware betrachteten Frauen hat mich tatsächlich aus der Bahn geworfen.
Die Ermittlungen von Idun Lind und ihrem Vertretungspartner Tareq laufen geradlinig in das Zentrum eines dunklen Netzwerkes hinein. In leicht übertriebener James-Bond-Manier gehen Idun und Tareq bei ihrem Einsatz keinem Risiko aus dem Weg. Was hier auf den ersten Blick etwas konstruiert erscheinen mag, steigert das Tempo und die Spannung immens.
Die Spannung setzt sich insgesamt direkt unter der Haut fest. Der Leser kann dabei emotional das Leid der Opfer miterleben. Hinzu kommt der Schreibstil, der die Figuren und die Handlung bildhaft in Szene setzt.
Zwei Handlungsstränge fügen sich am Ende nahtlos zusammen. Die Charaktere sind lebendig und haben ihre eigenen Facetten und Motive. Dies macht sie sehr sympathisch und glaubwürdig.
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MEIN FAZIT
Auch der zweite Band um Kommissarin Idun Lind hat mich begeistert. Die Folgebände stehen damit auf meiner Wunschliste. Die Autorin versteht es, Geschichten zu erfinden und zu beschreiben, die den Puls höher schlagen lassen. Diese Geschichte hat mich fasziniert, aber vom Thema auch beklommen zurückgelassen. Eine klare Leseempfehlung für Liebhaber von Thrillern mit durchdachten und lebendigen, aber auch blutigen Geschichten.