Peter ist Leiter einer Spezialeinheit in Russland, doch als seine Frau Tamila und sein Sohn Pasha eines Tages von den Rebellen getötet werden, kehrt er Daryevo den Rücken und sucht Rache an den Drahtziehern hinter der Aktion. Dabei stößt er auf die junge Ärztin Sara Cobakis in Illinois, deren Mann Georg als vermeintlicher Journalist mit Schuld an Peters Schmerz trägt. Peter braucht Sara um das Versteck ihres Mannes zu erfahren, doch sie geht im viel tiefer unter die Haut, als er zulassen wollte.
Sara versteht die Welt nicht mehr. Natürlich trägt sie psychische Wunden nach Peters Überfall davon, doch nachdem sie ihren Mann beerdigt hat, wird sie erneut von Peter aufgesucht und regelrecht belagert. Es beginnt eine sehr ungesunde Beziehung zwischen den beiden. Sara funktioniert weiterhin auf Arbeit, aber Peter scheint nicht mehr ohne sie leben zu können.
"Mein Peiniger" ist keine leichte Kost und bedient viele Triggerpunkte. Die Entwicklung der Gefühle der Protagonistin lesen sich wie die Symptome des Stockholm-Syndroms nach Lehrbuch. Mir war die Aufdringlichkeit des Peinigers an vielen Punkten sehr unangenehm und konnte total verstehen, wieso Sara so viel Angst vor Peter hat und sich gezwungenermaßen unterwirft. Deshalb kann ich nicht glauben, dass es sich am Ende um Liebe handeln soll. Also natürlich will Peter Sara beschützen, damit sie ihm wohlgesonnen bleibt, aber er hat sich in ein Bild von ihr verliebt, dass er ihr einfach aufgedrückt hat.