Mia liebt die kleine Chocolaterie ihrer Eltern und hat ein Händchen für besondere Pralinen- und Schokoladenkreationen. Übernehmen soll das Geschäft jedoch ihr älterer Bruder, weshalb sie sich bei einer Journalistenschule bewerben will. Für einen Bewerbungsartikel kommt ihr da das alte Familienfoto mit dem überlebensgroßen Schokoladen-Nashorn gerade recht und sie beginnt mit Nachforschungen über die Geschichte dieses Fotos und ihrer Familie. Wie und warum kam ihr Urgroßvater aus "Deutsch-Südwestafrika" nach Lübeck und Meißen? Ihre Recherchen bringen Mia zur Familie des Lehrherren ihres Urgroßvaters, wo ihre Fragen nicht gerade willkommen sind.Zentrales Thema des Thrillers ist die leider ziemlich in Vergessenheit geratene Geschichte deutschen Kolonialismus' und dem damit verbundenen Völkermord an den Herero, erzählt und festgemacht an einigen Einzelpersonen, wodurch mehr emotionales Gewicht entsteht. Und auch wenn einiges etwas konstruiert erscheint und stereotype Charaktere die Seiten bevölkern, ist es insgesamt eine gelungene Geschichte mit erschreckenden Einblicken in die Gräueltaten der Kolonialzeit.