Der Autor ist selbst Bestatter in der dritten Genration. Sein Großvater hat den Betrieb einst in Verbindung mit seiner Schreinerei in Köln aufgebaut. Er berichtet über seine Kindheit und Jugend und war sich schon früh sicher, dass er den Betrieb weiter führen mag.Zum Leben gehört der Tod dazu und er führt auch deutlich auf, wie furchtbar er die aktuelle Art des Abschiednehmens findet. Früher hat der Tote noch eine Zeit lang zu Hause gelegen,bevor man ihn beerdigte. So konnte jeder , der wollte noch von ihm Abschied nehmen. Heutzutage ist es vielen schon zu viel ein Grab zu besuchen und zu pflegen. Es wird immer anonymer, meint er.Das stimmt. Wenn die Entwicklung so weiter geht, musste er sich nicht nur von seiner Schreinerei trennen, da geschreinerte Särge heute zu selten gebraucht und bezahlt werden, sondern auch von den ganzen anderen Dingen, die er sonst so schön organisiert.Da er so ein Organisationstalent ist,wurde er auch viele Jahre gerne als Organisator für den Kölner Rosenmontagszug eingesetzt.Wie man das neben einem zeitlich sicher auch aufwendigen Job schaffen kann erschloss sich mir nicht ganz. Ich denke, da braucht er in seine Betrieb sicher viele, die mithelfen, da er es alleine organisationstechnisch gar nicht bewältigen kann, so wie er aufführt was da manchmal los ist.Zwischendurch lockert er seine Berichte durch mehr oder weniger kuriose Anekdoten aus seinem Berufsleben auf.Ich bekam das Buch von einer Freundin ausgeliehen, die es mit Begeisterung las. Ich habe es auch gelesen, fand es aber zwischenzeitlich etwas langatmig und konnte ihre Begeisterung nicht wirklich nachempfinden.Ein unterhaltsames Buch, mehr nicht.