Die Handlung wird geschickt weiter gesponnen und aufregend fortgeführt.
Die Handlung wird geschickt weiter gesponnen und aufregend fortgeführt.Inhalt: Talus ist mächtig und konnte durch den Wunsch eines Einzelnen seine Macht entfalten. - Seit dieser verbotenen und skandalösen Tat wird die Macht des Kartenlergerzirkels immer stärker. Und genau das verändert das Machtgefüge innerhalb der Hexenwelt.Erin ist Studentin, hat ihre beste Freundin verloren und sitzt nun im Gefängnis der Hexenwelt. Doch sie wird befreit, von einem Gefährten, der sich dann mit ihr auf die Suche nach ihrer Magie macht. Ein ihr Wunsch geht in Erfüllung. Sie ist eine Hexe. - Eine Runenhexe!Gemeinsam mit ihren neuen Freunden macht sie sich auf die Suche nach Talus, um einem gefangenen Ratsmitglied zu befreien, was am Ende ihre eigenen Fragen beantwortet. Ein Geheimnis, was sie ihrer Mutter nicht offenbaren kann.Mein Leseerlebnis: Leider haben mir die Ereignisse aus dem ersten Band ein wenig gefehlt und ich hatte es schwerer, in die Story hinein zu kommen. Was ich aber kapiert habe, war die Tatsache, dass hier jemand in einem sehr mittelalterlich anmutendem Gefängnis sitzt und dort auf ein Urteil wartet. - Später in der Handlung wurde mir klar, dass Erin die Studentin aus dem ersten Band war, welche bei ihren Geistertouren in die Hexenwelt quasi hineingestolpert ist. Und irgendwie hat es sie erwischt, als ihre beste Freundin sterben musste, dass sie nun im Knast der Hexenwelt sitzt, da man sie für die Mörderin hält.Die Befreiung aus dem Gefängnis war mir dann ein wenig plötzlich und für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Aber ich habe verstanden, dass der Befreier eine Art Kumpel aus der Hexenwelt war, der gegen die schreiende Ungerechtigkeit eben auf seine Art vorgegangen ist. Wieder zu Hause, in der Menschenwelt, hat Erin aber auch keine Ruhe. Auch sie ist eine Hexe, deren Kräfte sich irgendwie in den Ereignissen des letzte Trubels entfaltet haben, die jetzt aber ausgebildet werden müssen. - Außerdem hofft sie, ihre kranke Tante mit ihren magischen Fähigkeiten dann heilen zu können. Dazu muss sie dem magischen Würfel habhaft werden, denkt sie.Wieder in der Hexenwelt ist der Teil in der verlassenen Höhle, wo sie sich in verlassenen Häusern niederlassen, noch am interessantesten von der ganzen Handlung. Hier kam dann mal das Potential der Hexenwelt sehr gut raus und zur Geltung. Da hätte die Autorin noch viel mehr auftrumpfen können, als sie es getan hat. Aber das war in jedem Fall eine Stelle, wo ich richtig gut Kopfkino hatte. - Die Protagonistin scheint dann auch noch so etwas wie ein magisches Wunderkind zu sein und lernt schnell die magischen Kräfte zu beherrschen. Es ist klar, dass sich die Gruppe schnell auf die Suche nach dem Würfel machen kann.Die Suche nach dem Würfel ist am Ende gar nicht so schwer, ihm dann aber wirklich habhaft zu werden, dann um so mehr. Nicht das Finden ist das Problem, eher die Überwindung der Hindernisse auf dem Weg zu ihm. - Aber auch das geht mehr oder weniger gut ab. Dumm nur, dass ihre Gegenspieler sie einfach mal haben machen lassen, um sie dann zu schnappen, wenn sie den Würfel haben.Am Ende streiten sich zwei Parteien um den magischen Würfel und die Protagonistin erlebt wohl die Ernüchterung ihres Lebens, als sie erfährt, dass ihre Tante eigentlich nicht krank ist, sondern auch als Hexe in einem anderen Körper verweilt, weil auch sie den Würfel haben will, um damit nicht so gute Sachen zu machen. Der finale Kampf ist nicht blutig, dafür aber trotzdem spannend und hat meine Nerven so ziemlich auf die Probe gestellt.Ok, das Ende des Buches war für meinen Geschmack nicht so happy, wie es hätte ein können. Aber es bleibt auf jeden Fall ein Aufhänger für den dritten Band der Reihe, bei dem ich mal gespannt bin, ob die Autorin dann vielleicht auch an dieser Stelle wieder beginnt.Fazit: Es ist schon etwas länger her, dass ich den ersten Teil dieser kleinen Reihe gelesen habe. Ich wusste aber zumindest noch, dass es sich hier um eine Story in einer Welt voller Hexen handelt. Allerdings bekommt man gerade am Anfang eine gute Einführung in die Welt. Die Zirkel werden erklärt und die Story selber startet langsam rein. Allerdings ist es nicht verkehrt, wenn man den ersten Band vorher gelesen hat, da die Handlung so ziemlich an der Stelle weitergeht, an der sie im vorherigen Band aufgehört hat.In jedem Fall fliegen einem schon am Anfang jede Menge Namen um die Ohren. Das war natürlich für mich und meine Namensschwäche genau das Richtige. - Es kann ja sein, dass ein Teil der Personen schon im ersten Buch vorgekommen ist, aber wie schon einmal gesagt: Diese Lektüre ist einfach zu lang her.Von der Beschreibung her war alles schon leicht und flüssig lesbar und gut verständlich. Trotzdem hatte ich nur zum Teil Bilder im Kopf, die dann aber ziemlich verwirrend waren. - Ich bin leider die ganze Zeit auf die Welt mit den Höhlen nicht so richtig klar gekommen. Da hat mir eindeutig das Vorstellungsvermögen gefehlt.Die Story selber, fand ich aber sehr interessant. In jedem Fall eine Hexenwelt, die mal etwas anderes ist, als das ewige Hexenhäuschen im tiefen Wald. Irgendwie ein altes Thema, aber eben mit frischem Wind, der alles gleich um Längen interessanter macht.Auf den dritten Teil bin ich dann jetzt auch erst einmal gespannt. Den habe ich mir gleich auf meine Einkaufsliste für diesen Monat gesetzt, dass ich ihn gleich im nächsten Monat lesen kann.Für Fantasyliebhaber ist das Buch ein gelungenes Schmankerl und für Fans von Lisa Grimm ein Muss.