Die Reihe hat für mich etwas Widersprüchliches: Ich mag die Grundidee wirklich gern, aber das Lesen fühlt sich oft zäher an, als es müsste. Gerade der zweite Band zeigt das sehr deutlich. Der Einstieg zieht sich, manche Szenen wirken unnötig gestreckt, und die Spannung baut sich nur langsam auf. Trotzdem gibt es Momente, die mich abgeholt haben - genug, um weiterzulesen, aber nicht genug, um wirklich begeistert zu sein.Was mir gut gefallen hat, ist die wechselnde Perspektive zwischen Payton und Sarah. Paytons Sicht bringt endlich Klarheit in vieles, was im ersten Band schief wirkte, und gibt der Geschichte eine neue Dynamik. Auch die geringe Spice¿Dosis fand ich angenehm - mehr Tension, weniger explizite Szenen, das passt für mich besser zu dieser Art Story.Trotzdem bleibt das große Problem: Die Reihe verliert sich in ihrer Länge. Vieles hätte straffer erzählt werden können, ohne dass etwas fehlen würde. Und dann sind da die Enden - Cliffhanger, die eher frustrieren als neugierig machen. Der zweite Band übertreibt es für meinen Geschmack mit der Dramatik, sodass ich eher skeptisch als gespannt in den dritten Teil starte.Positiv bleibt: Der Schreibstil ist flüssig, einige Nebenfiguren entwickeln sich überraschend sympathisch, und die Atmosphäre ist im zweiten Band deutlich dichter als im ersten. Aber die Mischung aus schleppender Spannung, überzogenem Finale und einer Protagonistin, die mich emotional nicht ganz erreicht, verhindert eine höhere Bewertung.Fazit: Ein besserer zweiter Band, der aber weiterhin mit Längen und übertriebenem Drama kämpft. Für mich landet er bei 3 von 5 Sternen - lesbar, aber nicht unbedingt ein Must¿Read.