Ein gelungener historischer Krimi, der mit Handlung und glaubwürdigem Nachkriegssetting überzeugt.
Inhalt: Der Schmuggler Leopold Schilz wird in einem Wald bei Bitburg ermordet. Peters, Kriminalkommissar der neu gegründeten Polizei Rheinland-Pfalz, übernimmt die Ermittlungen und bittet den Dorfschmied Karl Bermes, verdeckt in den Schmugglerkreisen Nachforschungen anzustellen.Mein Leseeindruck: Mit dem zweiten Band kehren wir zurück zu Dorfschmied Karl Bermes nach Disselbach in die Eifel des Nachkriegsjahres 1947. Erneut gelingt es dem Autor, die Lebensrealität der Nachkriegszeit eindrucksvoll einzufangen. Mangel, Hunger, Tauschhandel und Schmuggel prägen den Alltag, während der Wiederaufbau, auch auf behördlicher Ebene, langsam beginnt. Das historische Setting wirkt auf mich überzeugend recherchiert und authentisch dargestellt.Neben Karl und dem inzwischen deutlich sympathischer auftretenden Kommissar Peters begegnen wir auch weiteren bekannten Figuren aus dem ersten Band wieder. Dazu zählen die Lehrerin Fräulein Schneebach, der Bürgermeister und Pauline, die in einem Flüchtlingslager lebt. Bei Karl und Pauline hätte ich mir stellenweise gewünscht, ihnen einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben zu können.Gleichzeitig bereichern neue Charaktere wie der Polizeianwärter Eddi die Geschichte. Besonders gelungen finde ich, dass alle Figuren glaubwürdig, lebendig und nahbar wirken.Die Ermittlungen kommen zunächst nur langsam voran. Der Drahtzieher im Hintergrund bleibt undurchschaubar und schon bald wird deutlich, dass hinter dem Mord weit mehr steckt als zunächst vermutet. Ich habe bis zum Schluss eifrig mitgerätselt. Das spannende Finale und die schlüssige Auflösung konnten mich schließlich voll überzeugen.Fazit: Ein gelungener historischer Krimi, der nicht nur mit einer interessanten Kriminalhandlung, sondern vor allem mit seinem atmosphärisch dichten und authentischen Nachkriegssetting überzeugt.