Harlow versteht sich an der Holt University so ziemlich mit jedem, außer mit Conor, dem Star des Eishockeyteams. Denn er ist der Halbbruder ihres besten Freundes und die beiden mögen sich absolut gar nicht. Als Harlow sich für ein Training an Conor wendet, hilft er ihr, doch schnell geht es nicht mehr nur darum.
Harlow mochte ich sehr gerne. Sie ist offen und sympathisch, und es hat mir gut gefallen, wie sehr sie sich für die Meeresbiologie und Wale interessiert. Immer wenn das zur Sprache kam oder sie am Samstag bei der Fahrt war, hat man gemerkt, wie stark sie dafür brennt, was schön gewesen ist. Ihren inneren Konflikt wegen Landon und Conor konnte ich nachvollziehen. Sie möchte keinen von ihnen verletzen und möchte beide in ihrem Leben haben, was sie aber nicht erzwingen kann, da sie sich von sich aus annähern müssen. Mit Conor habe ich mich am Anfang etwas schwer getan, weil er für mich etwas distanziert gewesen ist. Je mehr man aber gelesen hat, desto mehr hat man gemerkt, dass er ein guter Kerl ist. Er macht Fehler, gibt sich dann aber Mühe, es wieder gut zu machen und entschuldigt sich. Ich finde es auch süß, dass er sich für ihre Interessen interessiert und zum Beispiel auch an einem Samstag mitkommt. Die Schlagabtausche zwischen Harlow und Conor haben mich immer wieder schmunzeln lassen und die Anziehung zwischen ihnen ist spürbar.
Die Handlung mochte ich gerne. Es geht viel um Eishockey, aber auch das Familiendrama steht im Vordergrund. Die Sportsequenzen sind interessant zu lesen und man fiebert mit Conor mit, denn man möchte, dass er seinen Traum erreicht. Die Familiensituation ist nicht so einfach und einiges ist falsch gelaufen. Es geht also viel darum, dass man vergibt, heilt und eine zweite Chance gibt. Damit habe ich nicht wirklich gerechnet, weshalb es mir gut gefallen hat. Die Entwicklung ist schön mit anzusehen und man freut sich für alle, auch wenn die neue Situation noch recht fragil ist.
Der Schreibstil ist nicht schlecht. Ich habe die ersten paar Kapitel gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, danach war ich aber gefesselt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von den beiden Protagonisten erzählt, weshalb sie greifbar sind.
Ich kann das Buch denjenigen empfehlen, die eine unterhaltsame Sports-Romance mit Tiefe lesen wollen. Conor und Harlow schließt man ins Herz und die beiden bringen einen immer wieder zum lächeln. Durch das Drama wird es nicht langweilig und die Gefühle und Emotionen werden gut rübergebracht, weshalb sie nachvollziehbar sind. Das Buch ist also ein gelungener Auftakt, weshalb ich die Reihe im Auge behalten werde.