Diese Rezi zu tippen fällt mir wieder total schwer, weil ich nicht so richtig in Worte fassen kann, was mich an diesem Buch gestört hat. Kennt ihr das? Manchmal ist ein Buch nicht schlecht, aber es ist einfach nichts für einen selbst. Und das war hier nämlich der Fall.Es klang so gut: Sommervibes, eine Lovestory mit dem eigentlichen "Feind", Geschwister und Erbschaftsstreitigkeiten. Das habe ich auch alles bekommen, aber gefühlt lief das alles auf Sparflamme. Lovestory? Lauwarm bis unterkühlt. Erbschaftsstreitigkeiten? Eine endlose Aneinanderreihung der selben "Problemchen", ständiges im Kreis drehen und das hat die ganze Geschichte unnötig aufgebläht und in die Länge gezogen. Insgesamt hat Alice, unsere Protagonistin, drei Geschwister, die alle mit ihren Partnern zur Insel gekommen sind. Dann haben wir noch eine Mutter und einen Jack (unseren Love Interest), der sich um das Erbe des verstorbenen Vaters kümmert. Insgesamt also ziemlich viele Figuren, die man erst einmal auseinanderhalten muss. Und was soll ich sagen? Ich konnte sie bis zum Schluss nicht alle zuordnen, weil sie mir schlicht egal waren. Die Geschichte hat sich gezogen, hatte für mich kein Tempo, keinen Drive, nichts, was mich so richtig gefesselt hat. Die Charaktere hatten alle ihre Eigenheiten, aber trotzdem nichts, was sie so richtig interessant gemacht hätte. Leider fand ich die Geschichte bis kurz vor Ende lange Zeit nichtssagend und blass. Nach und nach entrollen sich dann die Geheimnisse der Geschwister, die es geschafft haben, ein wenig Emotionalität in die Story zu bringen. Das konnte noch ein bisschen was retten und grundsätzlich ist es keine schlechte Geschichte. Aber mich hat sie nicht erreicht.Ali Hazelwood hat geblurbt "perfekte Lektüre für diesen Sommer". Deshalb habe ich auch mit Sommervibes gerechnet, eine leichte Geschichte, vielleicht mit ein wenig Witz, aber eigentlich war's Drama pur mit unfassbar unsympathischen Charakteren. Und wo war der Sommer eigentlich? Meins wars einfach nicht, sorry. 3 ¿¿