Mit Das Mädchen mit den leeren Augen liefern Greg F. Gifune und Sandy DeLuca einen atmosphärisch dichten Thriller mit Horror-Elementen, der nicht auf harte Schockmomente oder blutige Szenen setzt. Stattdessen setzt das Autorenduo auf einen langsamen Spannungsaufbau und viele subtile, unheimliche Momente, die sich nach und nach steigern und eine durchgehend beklemmende Stimmung erzeugen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Künstlerin Mina, die in der abgeschiedenen Künstlergemeinschaft von Crow's Cry einen Neuanfang wagt. Doch hinter der kreativen Fassade lauern düstere Geheimnisse, und schon bald beginnt Mina, an ihrer Wahrnehmung zu zweifeln. Was zunächst wie die Chance ihres Lebens wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem verstörenden Albtraum voller Geheimnisse, Paranoia und unheimlicher Ereignisse.
Am Anfang passiert relativ wenig und die Handlung entwickelt sich eher ruhig. Die Autoren nehmen sich viel Zeit, um die Charaktere und die unterschwellige Bedrohung aufzubauen. Sobald die Handlung an Tempo gewinnt, entwickelt das Hörbuch eine fesselnde und beklemmende Atmosphäre. Besonders gelungen ist das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, ohne dass man genau greifen kann, was es ist. Die abgelegene Küstenstadt, das seltsame Verhalten der Künstler und Minas zunehmende Isolation sorgen dabei für eine stetig wachsende Spannung. Die Handlung verbindet psychologische Thriller-Elemente mit übernatürlichem Horror und schafft so eine dichte, beklemmende Atmosphäre.
Rebecca Veil trägt spürbar zur Wirkung des Hörbuchs bei. Mit ihrer ruhigen, aber eindringlichen Stimme macht sie Minas Verunsicherung greifbar und verstärkt die bedrohliche Atmosphäre.
Fazit: Das Mädchen mit den leeren Augen ist ein atmosphärischer Horror-Thriller, der vor allem durch seine Atmosphäre und den langsam aufgebauten Spannungsbogen überzeugt. Die düstere Stimmung und das beklemmende Gefühl von Paranoia machen das Hörbuch zu einem intensiven Hörerlebnis. Für Fans von subtiler Spannung und Mystery-Elementen definitiv eine Empfehlung.