Seit 1985 gibt es den Arche-Literaturkalender. Seitdem versorgt er die Literaturfreunde wöchentlich mit Informationen und News aus der Welt ihres Hobbys. Die 2027er-Ausgabe, die unter dem Motto Suchen und Finden steht, ist also schon die 43. Ausgabe des Klassikers der deutschsprachigen Literaturkalender.
Wie immer ist er neben der klassischen vor allem der internationalen, zeitgenössischen Literatur verpflichtet. So finden sich auf den Wochenblättern Erinnerungen und Würdigungen von bekannten Schriftsteller*innen, die längst in die Literaturgeschichte eingegangen sind, wie James Baldwin (gleich in der zweiten Januarwoche), August Strindberg, Fjodor Dostojewski, Voltaire, Anna Seghers, Toni Morrison, John Steinbeck oder Nelly Sachs.
Daneben wird aber auch auf viele internationale Schriftsteller*innen aufmerksam gemacht, die der deutschen Leserschaft noch nicht so bekannt sind. So zeigt das Titelbild die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leila Slimani, die 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. Weitere Entdeckungen sind der Schweizer Peter Stamm, die Amerikanerin Celeste Ng, die Spanierin Carme Riera, die Engländerin Samantha Harvey oder der Franzose Sylvain Prudhomme.
Es ist außerdem längst eine gewohnte Tradition, dass der Arche-Kalender an literarische Jubiläen des Jahres erinnert. 2027 sind das z.B. der 120. Geburtstag der Lyrikerin Mascha Kaléko (7. Juni) oder des Journalisten Sebastian Haffner (27.12.).
Der Kalender besticht durch seine abwechslungsreiche Literatur-Vielfalt. Jedes Wochenblatt ziert eine großformatige Abbildung (meist ein farbiges Porträt), die ein ausgesuchtes Zitat aus einem literarischen Werk (am Ende des Kalenders mit Quellenangabe) ergänzt. Hier gibt es dann auch noch auf vier Zusatzseiten noch die Kurzbiografien der Schriftsteller*innen. Das Kalendarium tritt mit einer kleineren Schriftgröße dezent in den Hintergrund. Trotzdem sind zu jedem Kalendertag bis zu zehn Geburts- oder Sterbejahre von Autor*innen der Weltliteratur angeführt.
Die 2027er-Ausgabe präsentiert sich jedenfalls wieder als ein verlässlicher Jahresbegleiter, der wöchentlich Anregungen zur Lektüre und zur Beschäftigung mit der Literatur gibt.