Ich habe schon echt viele Bücher der Autorin gelesen, aber keines war so schlecht wie dieses. Man könnte meinen, Colleen Hoover hat sich gedacht, sie schreibt einfach mal ein richtig mieses Buch und guckt, wie ihre treue Fangemeinde sie dann trotzdem bejubelt. Anders kann ich mir das nicht erklären.Normalerweise lebt selbst eine schwächere Hoover-Geschichte von lebendigen, nachvollziehbaren Charakteren. Aber hier war absolut jeder unsympathisch, vor allem der Protagonistin Petra konnte ich sehr wenig abgewinnen. Die Vorgeschichte über Petras Skandal wird sehr ausführlich erzählt und teilweise kam es mir beim Hören des Hörbuchs so vor, als höre ich den Podcast zweier Freundinnen. Dieses Feeling wurde für meinen Geschmack etwas überstrapaziert und bis die eigentliche Story losging, dauerte es etwas.Die heiße Affäre zwischen Saint und Petra hätte interessant sein können. Tatsächlich fand ich die ein oder andere Szene ganz nett. Die bei der Saint ihr Anweisungen übers Telefon gibt und ihr dann zuschaut zum Beispiel. Allerdings fand ich diese Sache mit dem Rollenspiel und dass nie klar abgesprochen wurde, wann jetzt gespielt wird und wann nicht, ziemlich schnell ermüdend. Es sorgte nicht für Prickeln oder den gewissen Funken, sondern war einfach nur absonderlich. Man merkt schnell, dass hinter Saint mehr stecken muss und dass er ein Geheimnis haben muss. Die Auflösung kam dann weder unerwartet, noch war sie besonders spektakulär. Mir fehlte in der Geschichte so ziemlich alles: Figuren in die man sich einfühlen kann, bzw. die man gerne verfolgt, Spice, bzw. der gewisse Funken zwischen den Figuren und eine wirklich interessante Story. Als ich fertig war, hatte ich nämlich irgendwie das Gefühl, dass mir gar keine richtige Geschichte erzählt wurde. Nichts mit Gehalt. Und das hatte ich selbst bei den schwächeren Geschichten der Autorin noch nie.