Emotional dichter Mystery-Horror mit lebendigen Figuren und tiefgründigen Fragen zu Gut und Böse
Im Zentrum der Geschichte steht der leitende Gefängniswärter in einem Todestrakt mit grünem Linoleumboden, woher auch der Name "The Green Mile" herrührt, namens Paul Edgecomb, der von mysteriösen Geschehnissen während seiner Tätigkeit erzählt als der schwarze Riese John Coffey in seinen Trakt verlegt wird, der wegen brutalen Mordes an zwei Mädchen zum Tode verurteilt wird. Die sehr atmosphärische Handlung ist in Rückblenden Pauls als alter Mann aufgebaut und überzeugt durch seine psychologische Tiefe und die gelungene Figurenentwicklung.Bei den Protagonisten steht der lebendig und sympathisch dargestellte Paul im Mittelpunkt der Handlung, dessen Innenleben durch die erzählerischen Rückblenden im Mittelpunkt steht. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. John Coffey, bereichern die Handlung maßgeblich und treiben diese voran.Wer stillen Mystery-Horror mit viel Atmosphäre, starken Charakteren und psychologischer Tiefe mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist detail- und facettenreich, was maßgeblich zur Atmosphäre des Buches beiträgt.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.