"Morgen mach ich bessere Fehler" ist mein erstes Buch der Autorin. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es war an einigen Stellen sehr witzig. Klar, etwas überzogen waren einige Situationen auch, aber irgendwie finde ich passt es zu dem Thema Roadtrip mit Hindernissen und mir persönlich war es auch nicht zu albern. Was mich allerdings gestört hat war, dass der Roman wirklich alle aktuellen gesellschaftskritischen Themen behandelt. Leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass das in vielen Büchern der Fall ist... Natürlich sind diese Themen wichtig, aber ich mag es nicht, wenn man sie ständig zu gewollt aufs Auge gedrückt bekommt. Achtung Spoiler: Ein weiterer Punkt, der in meinen Augen auch der Kernaussage des Buches - Menschen zu akzeptieren / Vorurteile abbauen - widerspricht, ist das Cano seinen Job am Ende kündigt. Für mich wäre es authentischer und passender gewesen, wenn Cano und Elli ein Paar geworden wären, trotz der Bedenken von Elli über Canos Job. So vermittelt es das Gefühl, Cano wird für Elli zurechtgebogen und sie läge mit ihren Wertvorstellungen richtig. Generell hat mir Ellis Verbissenheit auf ihre Ansichten nicht gefallen und hat sie mir auch unsympathisch gemacht, dabei ist sie ihren eigenen Prinzipien auch nicht immer so strikt gefolgt. Ein Beispiel: Spielt sich als Tierschützerin auf, aber lässt dann drei Kinder mit dem Kanninchen (Stichwort: Fluchttiere) Tierarzt spielen... Ich denke die Stereotypen waren Absicht von der Autorin und somit ein wenig als Satire zu verstehen. Das Nachwort bzw. die Danksagung der Autorin hat mich sehr berührt, dieses sollte auch unbedingt gelesen werden.