Inhalt Klappentext
»Sie wollen mich, oder?«, frage ich in meiner verruchtesten Schlafzimmerstimme. »Wir sind allein. Ich sitze gefesselt vor Ihnen. Niemand wird es erfahren. Worauf warten Sie, Lieutenant?«
Um sich der streng geheimen Spezialeinheit Arctic Counter Squad anzuschließen, hat Laurine Walker gelernt, Schmerz zu ignorieren, Zweifel zu überleben und niemals aufzugeben. Als sie sich der härtesten Aufnahmeprüfung der Welt stellt, weiß sie: Ein Fehler reicht, und alles ist vorbei. Noch nie hat es eine Frau in die Elite-Einheit geschafft und genau das macht sie zur Zielscheibe.
Lieutenant Halvorsen ist ihr Teamführer. Gefürchtet, kompromisslos und bekannt dafür, Grenzen gnadenlos durchzusetzen. Er soll sie ausbilden, testen, brechen und dabei professionell bleiben. Nähe ist in dieser Einheit ebenso gefährlich wie Misstrauen. Und was zwischen ihnen entsteht darf hier nicht existieren und könnte sie am Ende alles kosten
Enemies to Lovers trifft auf tödliches Militär Setting. Für Leserinnen von düsterer Romance, Forced Proximity und psychologischer Spannung.
Dies ist meine zweite Military-Dark-Romance. Der Klappentext klang für mich sehr vielversprechend. Allerdings fand ich die Romance nicht wirklich dark, sondern eher im Morally-Grey angesiedelt. Dies tat der Romance aber keinen Abbruch.
Die Romance ist sehr flüssig und unterhaltsam geschrieben. Besonders gut und glaubhaft haben mir die Darstellungen der verschiedenen Charaktere gefallen. Die Beschreibung der Kameradschaft im Team und das langsame Zusammenwachsen fand ich sehr gelungen. Auch dass es immer Ausreißer gibt.
Laurine ist eine taffe und sehr zielstrebige Soldatin. Sie ist getrieben von dem Wunsch, herauszufinden, weshalb ihr leiblicher Vater bei dieser Einheit den Tod fand. Ein Ziel, das niemand in der Einheit erfahren darf. Einzig Halverson, ihr Vorgesetzter, ist äußerst misstrauisch. Da sie den Namen ihres Adoptivvaters angenommen hat, scheint es gutzugehen. Einziger Wermutstropfen: Ihr leiblicher Vater hat sich tatsächlich nie wirklich um sie gekümmert. Daher wirkt diese Fixierung auf ihn etwas merkwürdig, fast schon irrational besessen, zumal ihr Verhältnis zum Adoptivvater deutlich besser war. Halverson ist der harte, verschlossene Vorgesetzte, der erstmal unsympathisch wirkt. Mit der Zeit lernt man Stück für Stück seine menschliche Seite kennen, und der Spice zwischen beiden wächst dementsprechend.
Allerdings hatte ich wegen des Military-Settings, speziell in der härtesten Eliteeinheit des Militärs, mehr Darkness erwartet. Der Antiterroreinsatz war in gewisser Weise brutal (aber erwartbar und üblich). Aber ich fand ihn etwas zu kurzgehalten und nicht realistisch genug. Immerhin bestand diese Terroreinheit schon länger und erfolgreich. Das gibt ein kleines Minus für die Glaubwürdigkeit des Settings. Und ich fand auch nicht, dass Halverson Laurine emotional gebrochen hat, wie es im Klappentext stand. Das hat vielmehr der sehr überraschende Plot-Twist zum Ende des Buches bewirkt.
Trotz allem finde ich die Romance gelungen und sehr unterhaltsam. Auch wenn Fans von Dark Romance nicht so auf ihre Kosten kommen.