Meine Meinung
Dem Autor ist mit Ploatzlich tot ein spannender Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Gegend um die Kuppenrhön gut gelungen.
Die beiden Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling, die auch seit kurzem privat ein Paar sind, nehmen nach dem Tod an einem Ortsvorsteher die Ermittlungen auf. Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Ermittler aus der benachbarten Stadt durchsetzen, die zu diesem Fall ebenfalls hinzugezogen wurden, sondern auch jede Menge Verdächtige befragen. Bald schon stecken sie in einem Geflecht von Seilschaften und Lügen und alten Geheimnissen und haben alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.
Was mir an diesem Cosy Crime besonders gefiel, war das Lokalkolorit und der in richtigem Maße einbezogene Dialekt der weiteren Umgebung. Das gab auch den mitwirkenden Personen noch mehr Authentizität. Die beiden Kommissare Rohde und Schilling wurden ebenfalls von ihrer privaten Seite gezeigt, was ich sympathisch fand.
Es wurde das oftmals umstrittene Thema der Errichtung von Solarparks mit den dazu existierenden Standpunkten geschickt in das Geschehen eingebaut, sodass der Krimi nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch zum Überdenken der eigenen Meinung animierte.
Am Ende des Buches laden zwei Rezepte zum Nachkochen regionaler Spezialitäten ein, die in diesem Cosy Crime eine Rolle spielen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem geschickt eingefädelten Cosy Crime mit einem aktuellen Thema als Leitmotiv und einem sympathischen Ermittlerpaar ist, dem wird Ploatzlich tot gefallen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden mit diesem Lokalkrimi.